Amerikanische Chevy-Van-Transporter: Infos für Einsteiger

Den alten Chevy Vans wird nachgesagt, dass sie sehr robust und im Prinzip unkaputtbar sind. Viele Liebhaber schwärmen beispielsweise von den sehr standhaften V8-Motoren, die selbst bei alten Scheunenfunden mit nur wenigen Handgriffen wieder in Betrieb genommen werden können. Häufig heißt es, dass sie nur kurz überbrückt oder mit einer Austauschbatterie neu elektrisch versorgt werden müssen und trotz der sehr langen Standzeiten von mehreren Jahren direkt wieder anspringen und laufen, als habe man sie eben erst abgeschaltet.

Der Traum eines jeden Fahrzeughalters

Das mag in den Ohren vieler klingen wie ein Traum, doch selbst, wenn die Geschichten oder Mythen soweit stimmen, sind die kurze Inbetriebnahme zwecks Motorcheck und technischer Inventur zur Einschätzung der Lage nur der eine Teil der Wahrheit. Mit der ganz anderen Seite der Medaille wird man nämlich konfrontiert, sobald man in den Bereich der Wartung und Pflege von Transportern der Sorte Chevrolet Van oder GMC Vendura eingeweiht wird. Und auch das Fahren an sich ist noch einmal ein ganz anderer Schnack.

Instandhaltung und Wartung

Auch die alten Motoren und Antriebs-Verschleißteile brauchen regelmäßige Wartung und Pflege. Wer sich ein wenig an die landläufig bekannten Regeln hält, hat natürlich länger was von seinen Maschinen. Wie bei allen Fahrzeugen muss auf regelmäßige Öl-, Bremsflüssigkeits- und Kühlmittel-Erneuerung geachtet werden. Wer etwas Treibstoff sparen und die Leistung erhalten will, sollte auch die Reinigung des Luftfilters nicht vernachlässigen.

Die Einstellung der riesigen Vergaser dürfte für Nichtversierte etwas gewöhnungsbedürftig sein, da sie mit den in Europa standardmäßig verbauten, viel kleineren Vergasern nicht direkt vergleichbar sind. Aber alles ist erlernbar.

Übrigens wurden viele Modelle mit Gas-Anlagen aufgerüstet. Das bedarf natürlich auch ein wenig der Eingewöhnung und einiges mehr an Fachkenntnis bei der Wartung. Ein weiteres Manko bei den Chevy Vans ist, dass sie allgemein als rostanfälliger gelten, weil die Karosserien werksmäßig nicht seriell perfekt versiegelt wurden.

Generell gilt: Wer keine Lust hat am Schrauben und im Bereich des Motors auch mal selbst Hand anzulegen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man ohne Mechaniker nicht auskommt. Denn man weiß nie, wie die Vorbesitzer die Maschinen behandelt haben und ein Getriebe verzeiht nur wenige Fehler.

Ersatzteilversorgung

Generell sind noch alle benötigten Ersatzteile weltweit erhältlich, denn für die Modelle gibt es auch besonders im Herkunftsland Amerika noch eine große Nachfrage. Für fast jedes Bauteil gibt es neuen Ersatz, beispielsweise Tachometer, Servogetriebe, Lenksäule, Dichtungssätzen für Fenster, Querlenkerwellensätze, Türgriffe, Front-Scheinwerfer, Rückscheinwerfer, Lampenverkleidungen, Karosserieteile, Rammschutzteile, Hydrauliklabel, Auspuffkrümmer, Bremsscheibenrotoren, Motorenteile, Getriebeteile, Kühlergrills oder Kühleinheiten.

Zulassung in Deutschland

Die Art der Zulassung hängt grundsätzlich von der Innenausstattung ab. Reine Transporter können als Lkw zugelassen werden. Wenn die Vans mit vielen Sitzen und Tischen ausgestattet sind, können sie gegebenenfalls als Büro- oder Wohnmobil anerkannt werden. Wenn nur Sitze vorhanden sind, kann eine Zulassung als Pkw möglich sein. Für jede mögliche Steuerklasse sind andere Voraussetzung zu erfüllen, die je nach Bundesland unterschiedlich ausfallen können. In jedem Fall können Vans, die älter als dreißig Jahre sind, als Oldtimer angemeldet werden. Am besten erkundigt man sich im Vorfeld bei den zuständigen Straßenverkehrsämtern und Zulassungsstellen. Falls Umbauten notwendig sind, sollte man zwecks Information auch den TÜV heranziehen.