Die populären Chevy-Van-Modelle der G-Serie

Für viele Chevy-Fans sind die G20-Modelle die absoluten Favoriten der gesamten 6er G-Serie. Daneben enthalten sind noch die Modelle G10, G15, G25, G30 und G35. Die Serie sollte die ursprünglichen Chevrolet Vans vom Typ Corvair Greenbrier ersetzen, der von 1961 bis 1965 hergestellt wurde. Die G-Serie wurde seit Mitte der 60er bis einschließlich 1995 produziert. Zweck der Baureihe waren die Personen und Warentransporter.

Ein weiter Weg für den Chevy G20

Die Unterteilung der G-Serie bezieht sich hauptsächlich auf die jeweilige Tragfähigkeit und das entsprechend zugelassene Gesamtgewicht. Außerdem wurde jeder Typ mit einer technisch etwas anderen Kombination aus Antrieb und Fahrwerk versehen. Auch die Ausstattungen waren etwas anders. Ein Fahrzeug vom Typ G10 war in unterschiedlichen Varianten mit einem zulässigen Gesamtgewicht von etwa 2,2; 2,4; 2,5 oder 2.7 Tonnen erhältlich. Bei einem Fahrzeug vom Typ G20 war ein höheres Gesamtgewicht von fast drei Tonnen erlaubt.

Der Chevrolet G20 wurde zusätzlich mit stärkeren Hinterrad-Bremsen und standardmäßig mit größeren Reifen ausgestattet. Der Chevy G20 Van war quasi das Steckenpferd der mittelgroßen Transporter aus dem Hause General Motors. Die beiden Standard- und Sport-Van-Ausführungen des G20-Modells unterscheiden sich lediglich in den jeweils eingebauten Automatik-Getrieben. Die G20er wurden seit der Einführung auf der technischen Ebene nicht sehr verändert. Im Wesentlichen wurden nur Vergaser, Einspritzung, Getriebe und Vakuum-Pumpe angepasst.

Für das G20-Modell der 2. Generation von 1967 gab es dann serienmäßig zwei verschiedene V6-Motoren mit entweder 140 oder 155 PS oder einen 175-PS-V8-Motor. 1968 wurde der V8-Motor durch einen anderen mit 200 PS aufgerüstet. Ab 1969 gab es unter anderem ein neuartiges Belüftungssystem in den Sport Vans. 1970 wurde der 155 PS Motor zum Standard und zwei weitere V8-Motoren kamen ins Repertoire, mit 255 und 355 PS.

Mit den 70ern startete die dritte Generation der Chevy Vans. Seinerzeit wurde auch der Grundstein für das spätere Kultmodell des GMC Vandura gelegt, das später weltweit bekannt wurde. Der Motorraum wurde etwas nach vorn verlagert und entsprechend musste auch die gesamte Front verändert werden. Zudem wurde die gesamte Grundkonstruktion des Rahmens jetzt aus einem dickeren Stahl hergestellt, wodurch die Fahrzeuge an Stabilität gewannen.

Das Konkurrenz-Modell aus dem eigenen Hause – clever!

Zwischen 1968 und 1996 produzierten General Motors unter der Marke GMC den Kleintransporter GMC Vandura, der baugleich zum Chevrolet G20 war. Im Vergleich zu den Chevy Vans haben die GMC Modelle den Ruf, hochwertiger verarbeitet und luxuriöser ausgestattet zu sein. Ab 1996 sollten die Modelle Chevrolet Express und der GMC Savanna die neue Generation einleiten und die Vorgänger ablösen. Das 1970 neueingeführte Grunddesign mit der charakteristischen Front der Chevy Van G-Serie und Vandura Vans blieb bis 1995 erhalten und weiterhin waren die Modelle mit den beiden schmalen beziehungsweise breiten Reifenbasen erhältlich.

Ab 1973 wurde das Führerhaus samt Armaturenbrett umgestaltet. Seit 1975 gab es einige Sondermodelle wie zum Beispiel den Chevy G20 Surveyor, der wie ein Wohnwagen ausgestattet war. 1978 sollten die Modelle größere Stoßdämpfer erhalten und die Designer haben sich die Kühlergrill-Einheit noch mal vorgenommen und unter anderem die Blinker integriert, die Kotflügel abgeändert und die Modell-Klassen mit unterschiedlichen Lampenformen ausgestattet. Bei den Standard-Modellen mit den verchromten Kühlergrills waren jetzt eckige Hecklampen vorgesehen.

Ab 1980 gab es Modelle mit neuen großen Rückspiegeln an der Tür des Fahrers und Beifahrers.

Seit 1982 war ein Sondermodell mit 6,2-Liter-Motor erhältlich, das über vier einzelne Front-Lichter verfügte, die paarweise angeordnet waren. Von da an hatten alle Standardmodelle eckige Vorderlichter. Auch im Bereich der Schaltung und Steuereinheit wurden ein par Änderungen vorgenommen. Die Bedienung wurde an die Truckmodelle angeglichen, wobei man auch neue Steuerräder anbot, die denen der Modelle Carlo oder Malibu entsprachen. Auch das Automatikgetriebe wurde überholt. Es gab jetzt ein Vier-Gang-Schaltgetriebe. Eben dieses Modell wurde vor allem bekannt durch die weltberühmte TV-Serie The A-Team, die zwischen 1983 und 1987 produziert wurde.